[Left Icon] [Right Icon] Geocaching: Schrottie's Team
Was Schrottie's so alles im Walde fanden. ...oder auch nicht!

clever und smart durch die Nacht...

Log

Nun, wie fange ich am besten an? Bei über 50 Watchern ist das gar nicht so leicht ehrlich zu sein und trotzdem hinterher keine virtuelle Prügel zu beziehen...

Ich sage es mal so: Ich betrachte die Dinge von Hause aus recht nüchtern und nach aufmerksamem Studium der Logeinträge, bei denen ich alles euphorische wegstrich und nur noch die Teile beachtete, die grundehrlich klangen, kam ich zu dem Schluß, das ich den Cache eher nicht angehen würde, denn ein Nachtcache mit einer exobitant hohen Wahrscheinlichkeit nur mit Hilfe eines TJ durchzukommen, ein Nachtcache den selbst erfahrene Leute erst im zweiten Anlauf geschafft haben, den muß ich mir eigentlich nicht geben. Wenn man nachts loszieht will man zwar sicher schon was erleben, aber eben, und das ist bei einem Nachtcache wichtiger als alles andere, am Ende auch eine Dose in der Hand haben. Allerdings hatte ich nun Frank Frank auf desssen Anfrage hin schon zugesagt und so ging ich eben doch mit.

So zogen wir also zu dritt los und versuchten unser Glück. Frank Frank und Klotzi ganz positiv gestimmt, ich eher realistisch/negativ. Ich sollte Recht behalten...

Am Start wäre ich selbst ja im Normalfall abgedreht, aber die Gründe dafür erkläre ich dem Owner lieber auf Anfrage allein. Dennoch zogen wir weiter. Was nun kam war feines nachtcachen, allerlei Gimmicks an den Stationen, viel Bastelei die auch die grauen Zellen nicht wirklich überstrapazierte und der mitgeführte Notizzettelblock wurde zusehends voller. Nur eines hörte nicht auf, nämlich die Stationen. Auf einmal hatte man nämlich das Gefühl versehentlich bei einem anderen Nachtcache gelandet zu sein. Das lag a) an der eben langsam extrem ansteigenden Stationszahl und b) daran, das nach einem kurzen "Geländewechsel" nicht die erwarteten Hinweise kamen, sondern andere mit gleicher Funktion. Die dann gefundene Station zeigte aber, das wir doch richtig waren.

Insgesamt folgte nun ein zweiter Nachtcache, denn dieser Teil passte so überhaupt nicht zum ersten und hier wäre es ganz sicher sinnvoll gewesen, auch wirklich eine zweite dose draus zu machen. Irgendwann ist es eben dummerweise so, das die Masse der Stationen aus Spaß Arbeit werden lässt und man sich nur noch stumpf von Station zu Station quält und dabei hofft, das einfach irgendwann eine Dose mit Logbuch im Weg liegt. Glücklicherweise kamen wir dann aber irgendwann an eine Station auf der das Wort Finale vorkam und wussten damit, das nun endlich die Dose kommen sollte und das einfache "abarbeiten" der Stationen, deren Aufgaben/Rätsel zusehends beliebig wirkten und keine echte Linie mehr erkennen ließen, endlich ein Ende hatte.

Tja, und dann kam das, was der stationsmengenbedingt ohnehin schon eingeschränkten Euphorie den endgültigen Dämpfer verpasste: Das Finale selbst.

Zum Glück hatten wir wirklich alles aufgeschrieben, dummerweise bis auf eine klitzekleine Kleinigkeit. Also nochmal zu einer der ersten Stationen zurück. Das machte nun auch nichts mehr, lieber ein paar hundert Meter durch den Wald laufen als weiter von Station zu Station und so wanderten wir nochmal dorthin. Der Hinweis war auch ganz schnell erledigt oder vielmehr gefunden und wieder ging es zum Finale. Wir hatten alle Infos zusammen, rechneten aus was wir noch brauchten, machten, taten, probierten...

Nichts. Das Ding blieb verschlossen.

Und jetzt kehre ich mal zu meiner eingehend erwähnten These zurück, das man bei einem Nachtcache eben viel mehr mit einem Fund nach Hause m&ooml;chte, als bei allen anderen Caches. Es ist eben der Besonderheit der Nacht geschuldet, das ein Mißerfolg beim Nachtcache viel mehr schmerzt als bei anderen Dosen. Wenn man dann aber wie der Bär vorm Honigtopf steht, alles, aber auch wirklich alles hat (das wir alles richtig hatten, davon gehe ich einfach mal aus), nur eben augenscheinlich die Technik versagt, dann ist das schon eine ganz besonders heftige Nummer...

Aber wie gesagt, ich stand dem Cache von Anfang an skeptisch gegenüber, er ist halt einfach zu sehr überfrachtet mit allerlei Gimmicks und vor allem stationen. Mir ist schon klar, das man nach "Helden der Nacht" gern noch einen draufsetzen wollte, aber irgendwann ist eben Schluß. Hier lagen ganz eindeutig zwei Geocaches direkt hintereinander, die sich ein Finale teilen das sich dann nichtmal öffnen ließ. Geocacher mit niedrigener Frustrationsschwelle sollten am besten ganz zu Hause bleiben, alle anderen müssen dann wohl, so sagen es ja auch die anderen Logs, vermutlich zweimal hin. Ich selbst werde nicht noch einmal hingehen, denn ich habe den Cache ja nun komplett gesehen. Wir haben übrigens gerade mal 4,5 Stunden gebraucht um alle Stationen zu "erledigen" und das ohne(!) TJ, also eigentlich schon eine ganz gute Leistung, zumindest angesichts der bestehenden Logeinträge. Aber gut, dafür kann man sich auch nichts kaufen. Ihr wisst schon, die Sache mit dem Bär und dem Honigtopf...

Nachtrag: Aus gute informierten Kreisen haben wir inzwischen erfahren, das wir tatsächlich alle Informationen korrekt zusammengetragen hatten. Das wäre ein Pluspunkt für uns. Allerdings haben wir an einer Stelle den "Code" falsch berechnet, so das uns eben das Finale verwehrt/verschlossen blieb. Schade eigentlich, aber wir standen da halt davor und dachten wohl alle das Gleiche: "Lieber Gott, lass das Ding einfach schnell aufgehen, ich will nach Hause! Jetzt einfach nur noch das Logbuch signieren und weg hier." Man sieht also, selbst wenn man eigentlich alles gefunden hat, dann kann die Sache noch durch IMHO unnötig verkomplizierte Hürden am Finale komplett in die Hose gehen. Schade eigentlich, etwas mehr Fehlertoleranz würde mehr ehrlich erfreute Reaktionen bringen.

Cache:

GCId: GC2HD7P
Owner: ersterengel
Typ: multi
D/T: 4/4
Gegend: Deutschland
Region: BR
Koordinaten : N 52° 37.987 E 013° 08.789
Gelegt: 03.11.2010
Status: ok

Erfahrung:

Gesucht: 23.03.2011

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